LAN-Partys Früher und Heute

„Früher waren LAN Partys noch etwas anders als heute“. Ein Satz, den ich häufig von meinen älteren Kollegen höre. Ich bin 22 Jahre alt und die einzigen LAN Partys, die wir veranstaltet haben, war mit fünf Leuten bei mir zu Hause im Keller. Alles Freunde aus der Schule, wir kannten uns also alle persönlich. Mit einer 16k Leitung hatten wir damals bei uns auf dem Dorf das beste Internet. Gezockt wurde, wenn es hochkommt, einen Tag lang. Also nicht einmal das ganze Wochenende. Für mehr als 5 fünf Personen hatten wir keinen Platz. Hätte sich auch wenig gelohnt, weil wir die ganze Nacht zu fünft League of Legends gezockt haben. Wenn es denn gut lief...

Wurden die ersten paar Spiele verloren, war die Hälfte von uns schon genervt und hat lieber erstmal allein gespielt. Viel mehr haben wir nicht gemacht. Tiefkühlpizza und Red Bull gab es natürlich auch, auch wenn meine Eltern nicht die größten Fans von Energy Drinks waren. Das Ganze muss auch mittlerweile fast 10 Jahre her sein. Immerhin gab es damals schon handliche Monitore. Beim Gedanken die dicken Röhrengeräte transportieren zu müssen hätte man dreimal überlegt, ob man wirklich eine LAN-Party veranstalten möchte.

Doch was genau hat eine LAN-Party früher wirklich ausgemacht?

Wie lief eine echte LAN ab?

Und damit meinen wir eine echte LAN-Party um die Jahrhundertwende. Angefangen hat damals mit der ersten LAN bei irgendwem zu Hause. Damals noch im kleinen Kreis mit 5-10 Leuten. Weil es so viel Spaß gemacht hat, wurde die LAN-Party gleich am nächsten Wochenende wiederholt. Und am dem darauf. Gezockt wurde im ganzen Haus. Wenn nicht genügen Küchenstühle vorhanden waren, dann eben auf Bierbänken. Gezockt haben dabei nicht nur die Jungs von nebenan. Viele Gamer hat man über die ersten Online Games kennengelernt, sodass immer mehr Leute hinzukamen.

Im Wohnzimmer war irgendwann nicht mehr genügend Platz, also mussten ein paar Leute ihre Rechner im Flur oder sogar in der Küche aufbauen. Das Haus bestand zu 50% aus Kabeln.

LAN Partys wurden also größer. Mindesten 20, eher 30 oder sogar 50 Leute. Und dafür braucht man ausreichend Platz. Deshalb wurden später meist öffentliche Räume wie das Gemeindehaus oder die Sporthalle gemietet. Besonders zu der Zeit, in der sich die ersten Clans gebildet haben, bildeten gemietete Räume feste Quartiere, um regelmäßig zu zocken.

Den ersten Rückgang von LAN Partys gab es nach dem Amoklauf von Erfurt 2002. Viele Gemeinden waren dagegen, öffentliche Räume für gewaltsame Spiele bereitzustellen.

Mit Röhrenfernseher zur Party

Natürlich war die Technik in den 2000ern noch auf einem ganz anderen Stand als heute. Gaming Notebooks, mit denen man seine gesamte Ausrüstung griffbereit in den Rucksack stauen kann, gab es nicht. Stattdessen mussten schwere Röhrenbildschirme, Rechner usw. von A nach B transportiert werden.

Keine LAN ohne Probleme

Es gab keine LAN-Party, auf der alles auf Anhieb funktioniert hat. Entweder hat jemand einfach ein Kabel vergessen, wovon man vielleicht noch irgendwo eins rumfliegen hat. Oder der Rechner macht mal wieder Faxen und muss mal wieder zurückgesetzt werden, weil irgendwas nicht läuft. Klingt einfacher als es war, denn das bedeutet, dass man auch alle Spiele erneut herunterladen muss – bei dem Internet von damals keine Sache, die innerhalb von wenigen Minuten erledigt ist. Es gab auch immer einen, der vergessen hat, das neuste Update herunterzuladen. Zum Glück benötigten Games von damals nicht den größten Speicherplatz.
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